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Vermehrung

Es gibt unterschiedliche Arten seine Rosen für den Eigenbedarf zu vermehren. Ich gehe hier einmal auf die einfachsten Methoden ein. Es ist die Stecklingsvermehrung, Steckholzvermehrung und die Aussaat.

Stecklingsvermehrung:

Hier steht in vielen Lehrbüchern einiges über die geeignete Jahreszeit. Ich vermehre auf diese Art ab dem 1. Austrieb bis nach der 1. Blüte. Stecklingsvermehrung funktioniert sehr gut bei allen Edelrosen, Beetrosen und Kleinstrauckrosen (Bodendecker). Hierzu schneidet man einen Steckling von ca. 20 cm Länge. Entfernt alle Blätter bis auf das oberste. Es bieten sich weiterhin abgeblühte Triebe an oder auch Bruchschäden. Das Abschneiden der Blüten darf man natürlich nicht vergessen. Es sollen sich ja Wurzeln bilden und die Kraft nicht für die Bildung von Hagebutten verschwendet werden.

Danach schneidet man mit einem scharfen Messer einen schrägen Schnitt. Der Schnitt sollte ungefähr einen cm unterhalb von einem Auge liegen. Ich benutze hierfür ein Skalpell.

Nun benetzt man die Schnittfläche mit einem Bewurzelungshormon. Wurzelfix bekommt man in jedem besser sortiertem Gartengeschäft.

 

Zum Schluss steckt man die Stecklinge in ein Topf dass nur noch das oberste Blatt herausschaut und giesst vorsichtig an. Als Pflanzerde nimmt man ein Gemisch aus TKS1 (nährstoffarme Aussaaterde) und keimfreien Sand. 2/3 Erde - 1/3 Sand. Da ich Sand nicht selbst keimfrei machen möchte, benutze ich hierfür Vogelsand den man überall preiswert kaufen kann. Als Pflanzschalen bieten sich Töpfe von gekauften Containerrosen an, da sie die nötige Höhe besitzen. Man kann natürlich mehrere Stecklinge in einen Topf setzen. Das Beschriften nicht vergessen.

Den Topf stellt man an einen schattigen und warmen Platz. Nach ca. 3 Wochen sollten sich die 1. Wurzeln gebildet haben.

Eine weitere Alternative als Pflanzschale. Ich nehme handelsübliche Gefrierbeutel die ich mit Ablauflöchern versehe. Der Vorteil besteht darin, dass man eine Wurzelbildung gut erkennen kann.

 

“Seramis” als Vermehrungssubstrat:

Die Erde sollte nährstoffarm und gut wasserdurchlässig sein, da die Stecklinge zum Bewurzeln auch Luft benötigen. Dadurch wird die Gefahr der Fäulnis auf ein Minimum beschränkt. Dies hat mich zum Nachdenken angeregt da es nicht immer einfach ist die richtige Feuchtigkeit zu halten. Aus diesem Grund habe ich versuchsweise “Seramis” als Substrat eingesetzt. Hier die Vorteile:

  • Das Substrat saugt sich mit dem Wasser voll. Dadurch ist die nötige Feuchtigkeit vorhanden.
  • Die benötigte Luft ist auch gegeben, da das Substrat über weniger Dichte verfügt als das herkömmliche Erd-Sand-Gemisch.
  • Das Substrat ist relativ keimfrei.
  • Staunässe kann nicht entstehen.

Das Ergebnis war positiv. Ich vermehre in der Zwischenzeit nur noch mit dieser Methode.

Hierzu nehme ich ein Kunststoffgefäss, z.B. Margarineschalen. In den Boden brenne ich mit einem Lötkolben einige Löscher, damit das Wasser ablaufen kann. Die mit “Seramis” gefüllte Schale wird nun solange mit Wasser gegossen, bis sich das Granulat vollgesaut hat. Darin stecke ich die Stecklinge. Eine Plastiktüte über die Schale gestülpt reduziert die Verdunstung und sorgt für angespannte Luft. Natürlich kann man auch wie auf dem nachfolgendem Bild ein Zimmergewächshaus verwenden.

 

Steckholzvermehrung:

Zur Steckholzvermehrung schneidet man im September ca. 30 cm lange Steckhölzer und entfernt alle Blätter. Hierzu benutzt man gut ausgereifte Triebe. In einer vorbereitenden Furche steckt man die Hölzer so tief, dass nur noch das obere Auge herausschaut. Im nächsten Frühjahr treiben die Hölzer dann aus.

Vermehrung durch Aussaat:

Diese Vermehrung bietet sich vor allem bei Wildrosen an. Man erntet im Spätherbst die ausgereiften Hagebutten und entkernt diese. Die gesäuberten Samen werde ausgesät und im Frühjahr erscheinen die neuen Sämlinge. Hier gibt auch Spätzünder die später mit der Keimung beginnen.

Wenn sich 2 Blattpaare gebildet haben können die Pflanzen pikiert werden und zur weiteren Anzucht in Pflanzschalen gesetzt werden.

Durch diese Art kann man sich die benötigten Wildlinge für eine Verdelung selbst heran ziehen. Für Edelrosen eignet sich diese Art nicht da durch Bestäubung die Sämlinge nicht rein sind. Dieses Thema gehört aber in eine andere Rubrik.

Diese Anleitungen sind natürlich sehr kurz gehalten. Für weitere Nachfragen steht unser Forum zur Verfügung.

 

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